VENEDIG

Ich war noch nie in Venedig. Ich habe so viel von dieser Stadt gehört, von meiner Familie und Freunden. Die Meinungen gingen sehr stark auseinander. Einige sagten die Stadt sei sehr schön, andere sagten es sei nichts Besonderes. Doch mit einem waren sie sich alle einig, dass es eine völlig überfüllt sei. Die Menschen sollen ohne Abstand Schulter an Schulter durch die Stadt laufen. Das wäre absolut nichts für uns gewesen und im Moment hatte ich wirklich bedenken dabei dort in den Urlaub zu gehen, aber durch die Medien haben wir erfahren das der Tourismus extrem zurückgegangen sei und dachten wir sollten die Chance nutzen.

 

Das war die beste Entscheidung überhaupt, denn die Stadt war fast komplett leer. Es waren kaum Menschen dort und die wenigen die da waren, hielten den Sicherheitsabstand und wenn es nicht möglich war wurden die Masken getragen.

 

Meine Meinung zu Venedig ist, dass es eine unglaublich schöne Stadt ist. Die farbigen Gebäude, die kleinen Gondeln, Restaurants und Kaffees. Wir schlenderten stundenlang durch die abgelegensten Gassen und suchten nach neuen Sehenswürdigkeiten und wie zum Beispiel ein Turm am Ende einer schmalen unscheinbaren Gasse. Es gibt Fischmärkte, Stände mit den süßesten Früchten wie Erdbeeren, Himbeeren und Ananas die ich je gegessen habe.

 

In einem kleinen Restaurant aßen wir in einer Seitengasse Pasta und tranken traditionell einen Aperol und zum Nachtisch einen Espressi dazu. Wir spazierten durch einen kleinen Park mitten in Venedig und liefen über die Seufzerbrücke.

 

Diese Stadt ist wirklich etwas für Träumer. Es steckt so viel Geschichte in dieser Stadt vom Meer umgebenen Stadt. Wir gingen in eine kleine Bibliothek, in der die Bücher einfach aufeinandergestapelt wurden. Unmengen an Katzen lagen auf den Büchern oder suchten sich zwischen drin Nischen, in denen sie Schatten fanden. Eine große Gondel war inmitten des Ladens und darin stapelten sich erneut Bücher. Am anderen Ende ging es hinaus wo man auf eine Mauer stieß. An der Mauer waren erneut Bücher gestapelt, diese waren aber zu einer Art Treppe geworden. Das war einer der beliebtesten Orte hier, den viele junge Frauen warteten dort um eins der bekannten Bilder machen zu können. Ich lief weiter und kam erneut in eine kleine Nische, die abseits war. Dort lehnte ein Kanu an der Wand und die Bücher waren wie in die Wand gearbeitet. Ein schöner Anblick und auch sehr aufwendig gemacht. Auch wenn ich kein Wort lesen konnte, fand ich es schön diese kleine einzigartige Bibliothek gesehen zu haben.

 

Wir tranken an verschiedenen Kaffees unseren Espresso oder mal einen Aperol. In einem Restaurant aßen wir Spagetti mit Scampi während wir in einer kleinen Seitengasse ein wenig abseits von der belebten Fußgängergasse waren. Mir gefiel einfach alles an dieser Stadt. Das Meer mit den kleinen Booten rund herum. Die kleinen Brücken an jeder Ecke. Die kleinen Kaffees und die Läden. Venedig ist wirklich einzigartig und immer wieder schön anzusehen.