PHI PHI ISLANDS

 

Thailand war meine erste große Reise und mein zweiter Flug. Wir buchten einen Schnorchel Ausflug. Mit einer kleinen Gruppe und einem Motorboot fuhren wir auf die Phi Phi Islands. Das Wasser ist so türkisblau und klar, dass man das Gefühl hat bis auf den Grund des Meeres blicken zu können. Man legt an einem Stand vor Anker, der von hohen Felsen umgeben ist und kann von dort auf in das Inselinnere Wandern. Auf dem Weg spielten viele kleine Katzen und wir liefen eine kleine Felswand entlang wo wir durch ein Loch auf einen Art Felsbrocken stießen der inmitten des Wassers verankert war und kleine Ruderboote davor trieb. Diese Landschaft ist kaum beschreibbar. Die Insel wird nur von ein paar einzelnen Fischern bewohnt. Es ist so naturbelastet das man fast nur Dschungelerkennen kann und die Felsen um einen herum. 

 

 

Wir fuhren an einen Teil der Inseln an dem man freilebende Affen beobachten konnte. So weit entfernt das sie nicht auf die Idee kommen konnten unsere Wertsachen zu stehen, jedoch so nahe sie genauer betrachten zu können. 

 

Von dort aus ging es weiter aufs offene Meer hinaus. Wir sprangen ins kalte Wasser mit einer Taucherbrille und Flossen an den Füßen.

 

Thailand war bislang mit Abstand das schönste Land zum Schnorcheln. Nirgends sonst hatte ich jemals eine solche vielfalt an Meereslebewesen und Korallenriffe gesehen. Ich hätte noch viel länger Zeit im Wasser verbringen können. Mittlerweile werden die Phi Phi Islands noch besser geschützt als damals. Es dürfen im Jahr nicht mehr so viele Boote zu der Insel fahren wie bisher um die Natur und vor allem die Riffe im Meer zu schützen. Diese Fische wahren so Vielseitig und bunt, genauso wie die Korallenriffe. 

 

 

Nach den ersten Stunden schnorcheln fuhren wir auf eine weitere Insel, dort wurde am Strand gekocht und ein Büffet aufgebaut. Wir aßen direkt am Stand und sammelten alle unseren Müll wieder ein. Danach konnte jeder für sich die Zeit nutzen. Wir legten uns in den Schatten einer großen Palme und genossen dort ein wenig die Zeit, bis wir Wasserratten wieder ins Meer schwammen. Wir hatten die Insel ganz für uns alleine und es gab einen meterlangen weißen Strand. Nie zuvor hatte ich einen so sauberen und schönen Strand gesehen. 

 

Kurz darauf zogen schwarze Wolken vom Meer herein. Das Motorboot startete und wir fuhren direkt in das Gewitter. Durch die hohen Wellen sprang das Boot umso mehr und der Regen wurde alleine von dem Stoffdach über uns ferngehalten. Das Meer war unruhig und die Wellen umso höher. Uns umgab eine dunkle Wand und man hatte das Gefühl die Welt würde untergehen. Man sah nichts mehr außer das dunkle Meer vor uns. Ein wenig zögernd sahen wir drein, als der Kapitän meinte wir sollen noch eine Runde schnorcheln gehen. Marci und ich sahen uns einen Moment an und nach einem kurzen Schultern zuckend sprangen wir ins Wasser. Der Regen prasselte sacht auf unser ohne hin schon nasses Haar. Wir hatten große Mühe nicht zu weit von der starken Strömung fort getrieben zu werden. Anfangs hatten wir noch gar nicht das Gefühl soweit vom Boot fortgetrieben zu werden. Doch als Marci mir sagte ich solle einmal unter mir schauen, dort würde ein Clownfisch schwimmen, senkte ich den Kopf und sah mich um. Als ich den Kopf wieder hob fragte ich ihn ob er sich sicher war, dass es ein Clownfisch unter mir sein sollte. Ich konnte keine Fischer mehr entdecken. Marci sah hinunter ins Wasser und erst jetzt entdeckten wir das wir einige Meter von der Stelle auf der wir uns befunden hatten weggetrieben waren. Man musste dauerhaft gegen die Strömung schwimmen um nicht zu weit vom Boot wegzukommen. Als es uns zu gefährlich wurde und wir die einzigen noch im Wasser waren, schwammen wir zurück und waren froh wieder festen Boden unter uns zu haben. Das Schnorcheln war so anstrengend gewesen durch das ständige zurückschwimmen das ich die schnelle Bootsfahr umso mehr genoss. Es war eine interessante Erfahrung bei einem Unwetter auf dem offenen Meer zu sein umso spannender im Wasser zu schwimmen und zu bemerken wie stark die Strömung im Grunde war.