PHUKET

 

 

Phuket ist eine Insel in Süd-Thailand. Unser zweites Hotel war in Phuket. Es war eines der schönsten Hotels was ich je gesehen habe. Das Zimmer hatte einen Balkon der einen perfekten Blick zu dem Jungel nebenan bietete. Man hörte morgens die Vögel und sah ab und zu welche mit gelben Federkleid. Wir konnten Kilometerlang am Strand entlang spazieren und ein kleines Dorf in der nähe hatte Stände am Straßenrand wo es eine Art Pfannkuchen gab. Wir aßen Thailändische Suppen und tranken das Einheimische Changbier. 

Wir sahen Elefanten, Tiger und riesige Bindenwarane. 

 

 

 

Wir reisten eine Woche in Phuket und die andere Woche in Khao Lak beide Orte haben wunderschönste Sandstrände. Die Menschen die in Thailand leben sind mit Abstand die freundlichsten die mir je in meinem Leben begegnet sind. Auf dem Weg zu einem Einkaufszentrum sahen wir am Straßenrand einen Schießstand, als wir den Taxifahrer fragten ob man dort hingehen könnten, wollte er auf der Stelle wenden und uns dort hinfahren. Wir sagten ihm er solle auf der Rückfahrt dort einmal halten. Es war das erste Mal das ich eine Waffe in der Hand hatte und in der freien Natur wie in den USA auf Blechfiguren schießen durfte. 

 

An einem Tag meinte Marci mittags, er hätte einen Ausflug in ein Juweliergeschäft geplant. Als wir in der Lobby ankamen waren wir 5 min. zu früh dran und fragten nach ob das Taxi schon da wäre. Eine kleine thailändische Angestellte rief sofort den Taxiservice an und rannte aufgeregt hin und her. Mir war es schon fast peinlich und wir versuchten ihr zu erklären das wir zu früh dran waren, das spielte für sie nur absolut keine Rolle. Als das Taxi kam, stellten wir fest, dass es ein eigenen Shuttleservice des Juweliers war. Als wir ankamen wurden uns sofort die Türen geöffnet und die Angestellten standen schon an der Türe um uns zu begrüßen. Im inneren des Geschäftes wurde uns erklärt wie man den Unterschied zwischen echten und unechten Perlen erkennen konnte. Des Weiteren fanden wir heraus, dass dieses Familienunternehmen das schon Generationen alt war, schon die Perlen für die Kronen der Königsfamilien von England anfertigten und noch viele weitere Schmuckstücke für prominente Menschen. Marci meinte ich solle mir etwas raussuchen, das ich zu Weihnachten dieses Jahr bekommen würde. Mit so viel Aufmerksamkeit wie in diesem Laden konnte ich gar nicht umgehen. Jede Kette und jeden Ring den ich mir ansah, wurde sofort aus der Vitrine genommen und mir angelegt. Als ich einen Ring anprobierte erhaschte Marci einen Blick auf das Preisschild und sagte in leisem Ton leg den wieder weg. Umgerechnet hatte der Ring 4.000€ gekostet, wodurch ich ihm vollkommen recht geben musste, das war eindeutig zu viel für ein Weihnachtsgeschenk. Kurze Zeit später entdeckte ich einen weiteren Ring der mit kleinen Steinen umringt war und in der Mitte des Rings thronte eine große weiße Perle. Er war perfekt. Bevor ich einen Blick auf das Preisschild machen konnte, sagte mein damaliger Freund das wir ihn nehmen würden. Somit war die Sache geregelt.

 

Ein paar Tage später am 02. September 2016 liefen wir am Meer entlang. Es war kein anderer Mensch zu sehen. Zu unserer linken lag das Meer und zu unserer rechten der Dschungel.

Ich erinnere mich wie ich im Sand nach Muscheln gesucht hatte und wie ich hörte das er meinen Namen sagte, als ich mich umdrehte hatte er den Ring mit der Perle in der Hand und kniete vor mir. Die Muscheln ließ ich verwundert fallen und erhielt einen Verlobten und einen Ring dafür. Ich dachte erst es sei ein Scherz und fragte ihn ob er es wirklich ernst meinte. Nachdem das geklärt war sagte ich voller Überzeugung JA und viel ihm um den Hals, diesem Moment werde ich nie vergessen, wie der weiche Sand sich anfühlte, wie das Meer rauschte und wie er mich ansah.

Auf dem Rückweg brachen die Wellen an den Trümmern des Tsunami´s der 2014 in Thailand gewütet hatte. Wir rannten in den kurzen Pausen der Wellen durch die Überreste und waren froh als uns die Wellen nicht mehr höher als zu den Knien erreichten. Der Saum meines roten Kleides wurde nass, doch das störte mich nicht weiter. Wir liefen gemütlich wieder zurück zum Hotel. Vielleicht sogar dieses Abenteuer, dieser wunderschöne Strand, gesäumt von den Palmen und des Meeres wird mir für immer im Gedächtnis bleiben. Ich kann mir keinen schöneren Antrag vorstellen als an diesem Tag an dem alles gepasst hatte.

Mir ging alles durch den Kopf. Ich war überglücklich, überrascht und fassungslos zugleich. Ich konnte nicht mehr aufhören den Ring anzusehen und zu lächeln.

Die letzten Tage verbrachten wir am Meer oder im Hotel am Pool.

Dieses Land hat so viel zu bieten. Es ist so vielseitig und wunderschön. Ich würde jeder Zeit wieder dort hingehen.